FOTOMANIKER Fotowochenende 8. – 11. Mai 2026 in Berlin (Stand 7. Mai)

Programmpunkte mit Treffpunkten und Uhrzeiten. Ich empfehle die Nutzung von Rad oder Öffis.

8. Mai, 12 Uhr Come together im Restaurant OF EDEN am Osthafen, Stralauer Allee 15, 10245 Berlin.

8. Mai ab ca. 14 Uhr ab Restaurant OF EDEN Osthafenrundgang mit Arena-Gelände, Schlesisches Tor, Oberbaumbrücke, RAW-Gelände, Fotogalerie Friedrichshain und Besuch des Fotofestivals „analogueNOW“.

9. Mai, 10 Uhr Moderne Architektur in Kreuzberg Nord. Treffpunkt unten im U-Bahnhof U6 Kochstraße, mittig

9. Mai, 14 Uhr Oldtimerfestival CLASSIC CARS am Kurfürstendamm. Treffpunkt Kurfürstendamm, Ecke Joachimsthaler Straße am Verkehrsturm (10719 Berlin)

9. Mai, 19:30 Uhr Konzert NACHT DER GITARREN in der Schwartzschen Villa , Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin. Eintritt 18 €. Eine Empfehlung von Kladdi.

10. Mai, 11 Uhr Brutalismus-Architektur in Berlin-Steglitz und Berlin-Kreuzberg. Treffpunkt Krahmerstraße 6, 12207 Berlin-Steglitz. Danach fahren wir gemeinsam mit den Öffentlichen nach Kreuzberg und setzen dort das Thema fort. Tagesabschluss mit dem Besuch der WORLD PRESS PHOTO AWARD-Fotoausstellung im Willy Brandt-Haus (für den Einlass ist der Personalausweis nötig).

11. Mai, 10 Uhr Jüdischer Friedhof Weißensee. Treffpunkt Herbert Baum Straße 45, 13088 Berlin. Männer brauchen für den Besuch eine Kopfbedeckung.

Reserven für schlechtes Wetter, … : Classic Remise Oldtimer in Moabit, Fotogalerien in Charlottenburg (Camera Work, CO Berlin, Fotografiska)

ACHTUNG!!! Seht bitte kurz vor Beginn der Programmpunkte hier noch einmal nach, ob sich Änderungen ergeben haben!

„Gegensätze“ – eine monatliche Challenge #4

Im April hatten wir den Gegensatz „gerade – schräg“.

„Gerade trifft schräg“ (Mario Heide)

Das Foto zeigt, wie schnell eine geometrische Ordnung kippen kann. Eigentlich geraden Schatten werden durch die Konturen von Gesicht und Hals zu markanten Schrägen und Kurven. Ein simpler Effekt, der die Dreidimensionalität erst richtig sichtbar macht: Die Linie ist eben nur so gerade wie der Untergrund, auf dem sie liegt. (Mario Heide)

Hartmut Gräfenhahn


Aus schräg wird gerade, aus gerade schräg – es kommt auf die Perspektive an. ((Hartmut Gräfenhahn)

Wolfgang Siedler

Wozu benötigt man eigentlich Treppen? Genau! Sie überwinden mit dem Geraden das oder besser „die“ Schräge. Und zwar so lange, bis das Schräge so steil wird, dass die Treppe immer länger und länger werden muss oder eine Leiter benötigt wird.

So kommt das Gerade zum Schrägen – am Beispiel einer Treppe aus der UNI Bielefeld. (Wolfgang Siedler)

Agnes Schulz

Das Challengethema für Mai lautet „kalt / warm“. Mario und ich freuen uns auf eure Beteiligung.

„Gegensätze“ – eine monatliche Fotochallenge 2026 #3

Im März galt es, den Gegensatz „nah und fern“ fotografisch umzusetzen.

Mario Heide

Für das aktuelle Monatsthema „nah – fern“ habe ich, sicherlich nicht überraschend, mit Schärfentiefe und Perspektive experimentiert. Das Ergebnis ist eine abendliche Aufnahme aus der sächsischen Landeshauptstadt. Allerdings ein Beitrag mit einem unerwarteten Augenzwinkern.

Weit im unscharfen Hintergrund (fern) sorgt die echte Dresdner Frauenkirche im Lichterglanz für eine atmosphärische Tiefe und ein weiches Bokeh. Den scharfen Vordergrund (nah) dominiert hingegen ein klassischer Souvenir-Magnet, der die Wahrzeichen der Stadt auf wenigen Zentimetern komprimiert.

Der besondere Reiz dieses Bildes liegt jedoch nicht nur im visuellen Kontrast, sondern in einem kleinen, amüsanten Detail: Wer den scharf fokussierten Text im Vordergrund genau betrachtet, stellt fest, dass die Qualitätskontrolle bei der Produktion wohl recht fern war. Aus Dresden wurde kurzerhand DERSDEN.

So bekommt das Thema „nah – fern“ durch diesen unfreiwilligen Rechtschreibfehler noch eine ganz eigene, humorvolle Ebene.

Hartmut Gräfenhahn


Das Diptychon zeigt das gleiche Motiv, einmal in Naheinstellung und dann in der Ferneinstellung. Zwei unterschiedliche Bilder.

Die Gastbeiträge von Agnes Schulz und Wolfgang Siedler.

Agnes Schulz


Es spielte (wieder einmal) der Zufall eine Rolle. Beim gestrigen Gang an die Elbe stieß ich fast an eine, in einer Weide aufgehängte, Brille – sicher als Fundstück gedacht. Sie wäre auch noch brauchbar gewesen.

Wolfgang Siedler

Good Vibrations: The Beach Boys mit dem Supersong „Kokomo“.

Aruba, Jamaica, ooh, I wanna take ya

Bermuda, Bahama, come on, pretty mama

Key Largo, Montego, baby, why don’t we go?

Jamaica

Ach – so fern von hier!

Ich stehe hier – in Bielefeld (in Bielefeld!)!

So nah bei mir!


Das Gegensatz-Thema für April 2026 lautet „gerade – schräg“. Mario und ich freuen uns auf eine rege Beteiligung.

„Gegensätze“ – eine Fotochallenge 2026

Mario und ich haben uns für den Februar 2026 das GEGENSATZ-Thema „tot – lebendig“ gestellt. Da unsere Jahreschallenge auch eine Mitmachaktion ist, an der sich alle Fotointeressierten beteiligen können, haben sich mit Agnes und Wolfgang zwei weitere Fotografierende an unserer fotografischen Challenge beteiligt.

Foto: Mario Heide

Mario Heide: Auf einem Friedhof begegnen sich Tod und Leben. Ein massiver Grabstein steht dort als festes Symbol für das, was vergangen ist. Direkt an seiner Oberfläche wächst eine Pflanze unaufhaltsam nach oben. Mich hat dieser unmittelbare Gegensatz zwischen dem harten Stein und dem Lebendigen, der Pflanze, fasziniert. Sie umschließt das Denkmal und sucht sich ihren Weg über das raue Material. Hier treffen die Begriffe „Tot“ und „Lebendig“ ohne Umwege aufeinander. Das dunkle Muster der Blätter hebt sich deutlich vom grauen Hintergrund des Steins ab. Es ist eine ruhige Szene, in der die Natur sich ihren Platz Stück für Stück zurückholt. Dieses Miteinander zeigt sehr anschaulich, wie eng beides an diesem Ort verknüpft ist.

Foto: Hartmut Gräfenhahn

Hartmut Gräfenhahn: Eine vertrocknete Apfelscheibe ist für mich tot und lebendig gleichzeitig. Das Fruchtfleisch ist tot, beherbergt aber die Samen, die das Symbol für die lebendige Eigenschaft sind. Der Kreislauf des Lebens.

Foto: Agnes Schulz

Agnes Schulz: Vorhin drehte ich meine übliche Gartenrunde und ich wurde fündig. Im Herbst hatte ich die Iris radikal zurückgeschnitten und gilbendes Laub entfernt und die Rhizome blieben auf der Erde liegen. Die vorjährigen Rhizome sterben ab, nachdem sich in regelmäßigen Abständen zwei neue entwickelten und den Fortbestand der Pflanze sichern. Wildwuchs gibt es nicht, alles wächst nach einem bestimmten Schema. Dieser Austrieb war mir mal im Herbst aufgefallen und letztens befand er sich noch unter dem Schnee.

Foto: Wolfgang Siedler

Wolfgang Siedler: Tod und Leben verbrauchen viel Raum im menschlichen Denken. Ein wissenschaftliches Forschungsobjekt und die gesamte ökonomische Ausrichtung hängen daran.

In der Natur ist das völlig anders. Tod und Leben finden die gleiche Bedeutung und die gleiche Wertschätzung – soweit das von der Natur überhaupt so wahrgenommen werden kann. 

Bei meinen Wanderungen erlebe ich beides gleichwertig und voneinander profitierend – wie der Baumpilzes zeigt, der lebt und vom Tod – des Baumes – profitiert.

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Für den März 2026 lautet das GEGENSATZ-Thema „nah – fern“. Jeder kann sich mit einem Foto, das im März 2026 fotografiert wurde, beteiligen.